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Interview mit Magª.
Hanja Dirnbacher von Elfriede Hoi Mit "Drehungen"
den Angreifer "aushebeln" Was
sind die "Drehungen"? Was
unterscheidet diese Methode von anderen? Auf der Körperebene werden Frauen und Mädchen mit den angeborenen Vorteilen ihres eigenen Körpers vertraut gemacht. Sie erfahren, dass sie so, wie sie da stehen, bereits ein enormes Verteidigungspotential besitzen. Die Anwendung mechanisch-anatomischer Gesetze ermöglicht Frauen, ein Größe- und Kraftdefizit auszugleichen, um kleine wie große Gefahren zu meistern. Die Frauen und Mädchen lernen, ihre Kraft mit Hilfe von Körperhebeln zu optimieren, um so mit wenig eigener Energie einen großen Effekt zu erzielen. Die "Urform" der Hebel ist eine menschliche Fähigkeit, die von körperlich arbeitenden Menschen seit jeher unbewusst genutzt wird. Deshalb sind einfache Körperhebel auch leicht erlernbar und werden nicht so leicht vergessen. Wer
hat "Drehungen" entwickelt? Wann? Warum? Für
wen ist der Kurs geeignet:
Alter, Kondition Für Mädchen von 8-10, 10-12 existieren eigene Programme, in denen die Inhalte spielerisch vermittelt werden. Weil die Kleinen noch nicht verstehen, was eine Belästigung ist, ist der Zugang anders. Und weil für sie die Bedrohung eher von Erwachsenen ausgeht. Einige Trainerinnen arbeiten auch mit behinderten Frauen. Die Inhalte sind im Prinzip gleich, aber das Tempo ist langsamer. Und die Bewegungen werden genau mit den Möglichkeiten der jeweiligen Frau abgestimmt. Was
ist Ihr Bezug zu den "Drehungen"? Wie
ist ein Kurs aufgebaut? Beginn: Ausloten der Problemlage der anwesenden Frauen und/oder Mädchen. Ihre Ängste besprechen, ernst nehmen, positive Feedbacks geben. Infos, Tipps und Strategien für das Vorfeld der Gewalt und zur Prävention. Medienkritik, Patriarchatskritik. Infos über Motivation potentieller Täter. Körper-Vorübungen zum Einstieg in die physische Verteidigung und Infos über die Wirkung der Körpersprache. Wahrnehmungs-, Atem-, Stimmübungen. Erden, Zentrieren, Gleichgewicht, Haltung, Bewegung im Raum. Der eigene Körper im Bezug zu anderen. Durchspielen von Situationen, über die die Frauen berichtet haben. Rollenspiele, Erkennen psychologischer Gesetzmäßigkeiten der Auseinandersetzung zwischen den Geschlechtern. Körperliche Abwehr-, Befreiungs- und Verteidigungstechniken werden aufbauend geübt, vom reinen Ausweichen bis zur lebensrettenden Aktion. Alles wird stehend, sitzend und liegend geübt. Ausführliche Bodenarbeit. Angst vor dem Fallen vermindern. Körperliche Tipps und Tricks: Infos über die verletzbaren und stabilen Regionen des Körpers. Tipps und Tricks für präventives Verhalten. Ratschläge, wie die psychischen und physischen Grundübungen im Alltag weiter geführt und geübt werden können. Anwendungen: die sattsam bekannten "Angst-Szenarien" werden von allen Seiten beleuchtet und Lösungs-Strategien durchgedacht und durchgespielt. Wir informieren uns über alternative und unübliche Abwehrmethoden. Wir fördern die Kreativität der Frauen und Mädchen im Entwerfen von Lösungsmöglichkeiten, die zur eigenen Person passen. Der präzisen Körper- und Hebeltechnik stehen flexible Handlungsstrategien gegenüber, die für alle Gelegenheiten passen. Zum Abschluss üben wir jene Techniken nochmals, bei denen sich die jeweiligen Frauen/Mädchen schwer getan haben. Highlights
im Kurs? Möglichkeiten
zum Üben nach dem Kursende? Kontaktmöglichkeit,
Anfragen - Wien und Bundesländer Bundesländer:
Was
sonst noch wichtig ist Beispiele,
wo "Drehungen" erfolgreich angewendet wurden?
Elfriede Hoi |
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